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Natürlich sauber: Unsere Empfehlungen für alternatives Waschen
Auf der Suche nach Alternativen zu herkömmlichen Waschmitteln bin ich auf Waschkugeln und Waschnüsse gestossen. Mein Ziel war es, Mikroplastik in meiner Wäsche zu vermeiden und den Einsatz von Tensiden sowie anderen chemischen Stoffen in Abwasser und Kleidung zu reduzieren. Dieser Wunsch wird von vielen geteilt. Wenn wir dabei auch noch Energie und Geld sparen können, ist das natürlich ein zusätzlicher Vorteil! Für Sie habe ich diese Alternativen gründlich getestet.
Waschnüsse

Auf Pflanzenbasis waschen? Dann sind Waschnüsse eine interessante Alternative. Die Früchte des Seifenbaums enthalten von Natur aus Saponine, die sich in Wasser lösen und eine waschaktive Lauge bilden. So kann Wäsche ohne herkömmliches Waschmittel gereinigt werden. In der Vergangenheit schrieb ich schon einen ausführlichen Blogbeitrag über die waschaktiven Nüsse.
Waschbälle

Mir vorzustellen, ohne Waschmittel meine Wäsche sauber zu bekommen, fiel mir schon schwer. Doch die Idee, nur einen Ball kaufen zu müssen, der dann laut Hersteller für bis zu 1000 Wäschen ausreicht, war überaus verlockend. Die Vorstellung, dadurch weniger Waschmittelverpackungen zu benötigen, fand ich spannend. Der Hersteller gibt zudem an, dass eine Waschtemperatur von 30 °C ausreicht. Daher war ich fest entschlossen, die Waschbälle unter verschiedenen Bedingungen gründlich zu testen!
Getestet wurde der Öko-Waschball mit Mineral- und Keramikkugeln von Heldengrün. Laut Hersteller verspricht er saubere Kleidung ohne künstliche Duftstoffe, Tenside oder andere Zusatzstoffe. Keramik- und Mineralkugeln sollen zur Reinigung beitragen. Angaben zu weiteren Wirkweisen wie pH-Wert-Veränderung, Geruchsneutralisation oder antibakterieller Wirkung stammen vom Hersteller. Er hält laut Hersteller bis zu 1000 Wäschen.
Das grosse Waschen:
Für meinen Test plante ich zwei Tage ein, an denen jeweils drei Maschinen Wäsche gewaschen wurden.
Tag 1: Waschen bei 40° C
Dunkle Wäsche:
Angefangen habe ich mit dunkler Wäsche ohne Vorwäsche im Ökoprogramm. Hier habe ich den Heldengrün Waschball statt Waschpulver in die Trommel gegeben. Alles war augenscheinlich sauber – und roch völlig neutral. Die Wäsche bekam keinen Weichspüler und kam auch nicht in den Trockner. Sie war demzufolge etwas knittrig nach dem Trocknen.
Buntwäsche:
Buntwäsche (mit Hand- und Badetüchern, da nehme ich sonst 60 °C). Wieder im vorwaschfreien Ökoprogramm – aber diesmal mit einem Spritzer Wäscheduft im Weichspülerfach. Die Wäsche kam danach in den Trockner – wurde also angenehm weich und duftig.
Der Härtetest - Weisswäsche:
Weisswäsche, die ich normalerweise bei mindestens 60 °C oder gar 90 °C wasche. Ich habe einen Baumwoll-Spannbettbezug „präpariert“. Mit Ketchup, Senf und Sojasosse. Und besonders gemein: Ich habe die Flecken eintrocknen lassen. Ganz ehrlich, ich war gespannt, ob diese hartnäckigen Flecken deutlich schwächer werden würden. Hier sehen Sie die Flecken vor dem Waschgang:

Dann wurde der Waschball wieder bei 40° im Ökoprogramm ohne Vorwäsche an die Arbeit geschickt (meine Baumwoll-Unterwäsche und weisse T-Shirts waren mit in der Maschine). Dazu fürs Gefühl ein Schuss Hygienespüler und ein Spritzer Wäscheduft. Das Ganze danach aus dem Trockner war duftig und weich. Entgegen der Anweisung, hartnäckige Flecken mit Gallseife o. ä. vorzubehandeln, habe ich das NICHT gemacht. Ich wollte es nämlich wissen. Und zu meiner Verblüffung: Die Flecken waren deutlich weniger sichtbar! Hier das „danach“-Foto:

Mein Zwischen-Fazit:
Ich hatte erwartet, dass die Flecken zumindest noch deutlich sichtbar sein würden, aber der Waschball hatte sie in meinem Test bereits stark reduziert. Für den Anfang war ich sehr zufrieden. Nun wollte ich mich aber noch an niedrigere Temperaturen wagen, um herauszufinden, ob auch bei 30°C ein für mich zufriedenstellendes Waschergebnis erreicht wird. Der Waschball kann laut Hersteller bei Temperaturen zwischen 20°C und 95°C eingesetzt werden.
Tag 2: Waschen bei Niedrig-Temperaturen
Für den zweiten Testtag habe ich mich für eine niedrige Temperatur von 30°C entschieden.
Schwarze Wäsche:
Angefangen habe ich mit schwarzer Wäsche. Wie bisher auch: Waschball im Ökoprogramm ohne Vorwäsche. Dazu im Weichspülerfach etwas Wäscheduft.
Das Ergebnis: Duftige und weiche Wäsche dank Trockner. Aber ich merkte, dass z. B. in Hoodys noch Geruch vom benutzten Deo drin war. Also werde ich hier in Zukunft entweder 40° oder eine kleine Waschmittelkappe hinzugeben.
Bunte Wäsche:
Pullis, Shirts, Hosen etc., nur Pflegeleichtes. Mit dem Waschball bei 30° im Ökoprogramm ohne Vorwäsche, dazu im Weichspülerfach 2 Esslöffel Zitronensäure. Noch ein paar Tropfen Lavendelöl dazu, und die Wäsche duftet wunderbar. Die Wäsche kam nur ganz kurz bei niedriger Temperatur in den Trockner (Winter) und trocknete dann im Keller aus.
Das Ergebnis: Alles war in meinem Test tadellos sauber, frisch und duftig.
Was bewirken Keramikkugeln und Magnete?
Ich nutze schon seit geraumer Zeit Keramikkugeln im Wasser - sei es in meiner Wasserkaraffe zum Kaffeekochen oder im Brausekopf unter der Dusche. Ausserdem habe ich beschichtete Magnete in meiner Waschmaschine, Geschirrspülmaschine und im Wasserkocher. In meinem Alltag habe ich damit gute Erfahrungen gemacht. Der Waschball kombiniert ebenfalls Mineral- und Keramikkugeln sowie Magnete. Angaben zu deren technischer Wirkweise stammen vom Hersteller.
Meine Kostenaufstellung:
Für 1000 Wäschen benötige ich laut Hersteller lediglich einen Waschball. Zusätzlich verwende ich Zitronensäure sowie ätherische Öle wie zum Beispiel Lavandin oder Wäscheduft, je nach Vorliebe.
In meiner persönlichen Beispielrechnung ergibt sich dadurch:
- ein geringerer Verbrauch an Waschmittelverpackungen
- ein geringerer Verbrauch an Hygienespüler
- ein geringerer Verbrauch an Weichspüler
Wie hoch die tatsächliche Kosten- und Energieersparnis ausfällt, hängt vom bisherigen Waschverhalten, den verwendeten Produkten, Waschtemperaturen sowie den jeweiligen Strompreisen ab.
Muss Wäsche weich und duftig sein?
Ich persönlich finde: ja. Aber: Viele Menschen benutzen Weichspüler nicht wegen weicher Wäsche, sondern wegen des Duftes. Je nach Produkt kommen dabei unter anderem Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe zum Einsatz. Empfindliche Personen können auf einzelne Inhaltsstoffe reagieren.
Was Sie eventuell noch nicht über Weichspüler wussten:
In manchen Weichspülern können Inhaltsstoffe auf Basis tierischer Fette zum Einsatz kommen. Dazu zählt beispielsweise der Inhaltsstoff "Dihydrogenated Tallowoylethyl Hydroxyethylmonium Methosulfate". Wer solche Inhaltsstoffe vermeiden möchte, sollte die jeweiligen Hersteller- und Inhaltsstoffangaben beachten.
Ich persönlich verwende lieber Zitronensäure und ätherisches Öl, sofern dies für die jeweilige Wäsche geeignet ist.
DIY Weichspüler mit Zitronensäure
Hierfür mischen Sie einfach 5 bis 6 Esslöffel Zitronensäure in einem Liter Wasser und geben bei jedem Waschgang etwa 1 bis 2 Dosierkappen davon ins Weichspülfach. Wenn Sie möchten, können Sie auch einen Spritzer Wäscheduft hinzufügen, um einen angenehmen Duft zu erzielen. Die Auswahl der Düfte liegt ganz bei Ihrem eigenen Geschmack. Weitere Tipps zur Verwendung von Zitronensäure finden Sie in meinem Blog "Zitronensäure - Ihr Power-Up Küche und Haushalt!".

Mein Fazit
Ab jetzt werde ich weiterhin gerne Waschbälle für meine Wäsche verwenden. In meinem persönlichen Test haben sie bei vielen Waschgängen gute Ergebnisse erzielt und können dazu beitragen, den Einsatz herkömmlicher Waschmittel und die damit verbundenen Verpackungen zu reduzieren. Und nicht zu vergessen: Je nach bisherigem Waschverhalten kann sich auch finanziell eine Ersparnis ergeben. Ich hoffe, dass meine Tests Ihnen bei der Auswahl geholfen haben. Probieren Sie selbst aus, welche Waschmethode am besten zu Ihrem Haushalt passt.