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Hyaluron – wirklich wirksam oder doch nur ein Werbetrick?
Hyaluron bzw. Hyaluronsäure bringen wir sofort mit Anti-Aging in Verbindung. Viele Menschen haben schon gehört, dass es Falten reduzieren soll. Außerdem soll es die Haut intensiv mit Feuchtigkeit versorgen und sie strahlender sowie jünger erscheinen lassen.
Aber wie wirksam ist Hyaluronsäure wirklich? Gibt es wissenschaftliche Studien, die diese Wirkung belegen? Genau das sehe ich mir in diesem Beitrag genauer an und will die Ergebnisse mit Ihnen teilen.
Denn mal ehrlich: Ab einem gewissen Alter möchten viele Menschen gezielt etwas für ihr Aussehen tun – idealerweise wirksam und ohne der Gesundheit zu schaden.
Kurz zusammengefasst:
Hyaluron kann die Haut von innen und außen unterstützen. Studien zeigen Hinweise, dass besonders die tägliche Einnahme (z. B. in Kapselform) die Hautfeuchtigkeit verbessern und feine Linien wie Krähenfüße reduzieren kann – oft bereits nach einigen Wochen.
Die erste Frage: Was ist Hyaluron eigentlich?
Hyaluron(säure) ist ein Mehrfachzucker (Polysaccharid). Es handelt sich um eine durchsichtige, gelartige Substanz, die Wasser binden kann. Und das kann Hyaluron ganz besonders gut – bis zum 1000-fachen ihres Eigengewichts.
Hyaluron ist außerdem eine körpereigene Substanz. Sie kommt in unserem Körper vor – im Bindegewebe, in den Gelenken und in der Augenflüssigkeit. Dort speichert sie Feuchtigkeit und sorgt für Elastizität sowie Geschmeidigkeit von Haut, Gelenken und Augen.
Aber mit zunehmendem Alter nimmt die körpereigene Hyaluron-Produktion ab. Dies führt dann häufig zu trockener Haut, nachlassender Spannkraft und (leider) auch zu mehr Falten.
Daher wird Hyaluron aufgrund seiner hohen Wasserbindungskapazität häufig in Anti-Aging-Produkten eingesetzt, da es die Hautfeuchtigkeit, Elastizität und Spannkraft unterstützen kann.
Welche Studien gibt es zur Hyaluron-Wirkung?
Tatsächlich ist die Wirkung von Hyaluronsäure wissenschaftlich gut untersucht. Mehrere Studien konnten positive Effekte nachweisen – besonders im Bereich Hautfeuchtigkeit und Hautbild.
Hyaluronsäure kann das Hautbild insgesamt verbessern, indem sie die Haut geschmeidiger, glatter und strahlender erscheinen lässt – insbesondere durch ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit langfristig zu binden.
Eine klinische Studie mit Frauen aus Shanghai im Alter von 18 bis 65 Jahren mit unterschiedlichen Hauttypen (trocken, normal, fettig) zeigte, dass die orale Einnahme von 100 mg bzw. 200 mg Hyaluron pro Tag die Hautfeuchtigkeit bereits nach zwei bis acht Wochen deutlich verbessern konnte. Die Haut wirkte weniger trocken, klarer und ebenmäßiger. Bereits nach vier Wochen zeigte sich ein sichtbar frischerer Teint.
Auch eine deutsche Studie mit 129 Probanden bestätigte, dass nach zwei bis acht Wochen oraler Einnahme von Hyaluron die Haut deutlich mehr Feuchtigkeit enthielt und frischer wirkte. Nach zwölf Wochen war sogar die oberste Hautschicht messbar gestärkt. Die Teilnehmer nahmen täglich 100 bis 200 mg Hyaluronsäure ein und tranken zusätzlich etwa 1,2 bis 1,4 Liter mehr Wasser.
In einer weiteren Studie nahmen 60 Frauen über zwölf Wochen täglich 120 mg Hyaluronsäure in Kapselform ein. Bereits nach acht Wochen zeigte sich eine sichtbare Reduktion der Krähenfüße (Fältchen um die Augen).
Meine persönliche Zusammenfassung:
Wenn man Hyaluron regelmäßig einnimmt, scheint es vor allem die Hautfeuchtigkeit zu verbessern – und dadurch wirkt die Haut häufig glatter, frischer und insgesamt „gesünder“.
Wie wird Hyaluron gewonnen?
Hyaluron kann auf unterschiedliche Weise gewonnen werden. Hierbei unterscheiden sich aber Qualität und Einsatzgebiete deutlich.
Hyaluronsäure tierischen Ursprungs:
Früher wurde sie häufig aus Hahnenkämmen gewonnen. Die Herstellung aus tierischem Material ist aufwendig, die Reinheit geringer und das Risiko von Unverträglichkeiten höher.
Pflanzliche Hyaluronsäure:
Sie wird aus Pflanzenteilen, beispielsweise Cassiasamen, gewonnen. Die botanische Herstellung ist eine preisgünstige Alternative, besitzt jedoch eine geringere Wasserbindungskapazität als fermentativ hergestellte Hyaluronsäure. Sie wird dann auch überwiegend in Cremes zur äußerlichen Anwendung eingesetzt.
Biotechnologische Hyaluronsäure:
Diese ist besonders rein, frei von tierischen Proteinen und gut verträglich. Sie wird durch Fermentation mithilfe von Mikroorganismen gewonnen. Daher eignet sie sich auch für die orale Einnahme, wie zum Beispiel in Hyaluron von Dr. Huck.

Fermentation – wie genau entsteht Hyaluron dadurch?
Mikroorganismen wie Bakterien oder Hefen werden zur Fermentation eingesetzt. Sie produzieren Hyaluronsäure als Stoffwechselprodukt. Die dafür verwendete Glucose stammt meist aus pflanzlichen Quellen wie Mais, wodurch die Hyaluronsäure häufig vegan ist.
Für hochwertige Pflegeprodukte und Nahrungsergänzungsmittel empfehle ich daher fermentativ hergestellte Hyaluronsäure, da dieses Verfahren eine hohe Reinheit und ein minimiertes Allergierisiko gewährleisten kann.
Zusätzliche Vorteile der fermentativen Gewinnung
- Vegan: Herstellung auf pflanzlicher Basis.
- Hohe Reinheit: Frei von tierischen Proteinen.
- Kontrollierte Qualität: Gleichbleibende Eigenschaften der Hyaluronsäure.
- Umweltfreundlich: Ressourcenschonender als tierische Gewinnung.
Wobei wird Hyaluron angewendet?
Fermentativ hergestellte Hyaluronsäure wird vielseitig eingesetzt:
- Nahrungsergänzungsmittel: Als Kapseln (Dr. Huck Hyaluron) oder Tabletten zur Unterstützung von Haut und Gelenken.
- Kosmetikprodukte: Zur intensiven Feuchtigkeitsversorgung und Verbesserung der Hautelastizität.
- Medizin: Zur Injektion bei Gelenkbeschwerden.
- Ästhetische Dermatologie: Zur Faltenunterspritzung und Hautverjüngung.
Hyaluron in der medizinischen Verwendung
Hyaluron wird in der Medizin unter anderem zur Behandlung von trockenen Augen eingesetzt. So ist sie häufig ein Bestandteil in Augentropfen. Bei Gelenkschmerzen oder Arthrose kann Hyaluronsäure direkt in das betroffene Gelenk injiziert werden, um Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern.
Solche Injektionen dürfen ausschließlich von geschultem medizinischem Fachpersonal durchgeführt werden, da bei unsachgemäßer Anwendung schwerwiegende Komplikationen auftreten können.
Darüber hinaus wird Hyaluron auch bei der Wundheilung und zur Reduktion der Narbenbildung eingesetzt.
Die Wirksamkeit von Hyaluron-Präparaten zum Einnehmen
Studien zeigen, dass die tägliche Einnahme von Hyaluron als Nahrungsergänzungsmittel bereits ab 120 mg Hyaluronsäure über einen Zeitraum von zwölf Wochen zu einer sichtbaren Reduktion von Falten, insbesondere Krähenfüßen, führen kann.
Wer diesen Effekt gezielt nutzen möchte, greift beispielsweise zu den Dr. Huck Kapseln Hyaluron Vital Essentials, einem registrierten Nahrungsergänzungsmittel mit fermentativ gewonnener Hyaluronsäure.
Empfohlene Tagesdosis:
Die empfohlene Mindest-Tagesdosis liegt bei 120 mg Hyaluron für positive Effekte auf die Hautgesundheit. Eine Tagesdosis von 500 mg Hyaluronsäure sollte nicht überschritten werden.
FAQ: Häufige Fragen zu Hyaluron
Wie schnell wirkt Hyaluron?
Viele Studien zeigen erste Verbesserungen bei der Hautfeuchtigkeit nach etwa 2 bis 8 Wochen. Sichtbare Effekte auf feine Linien wie Krähenfüße wurden häufig nach 8 bis 12 Wochen beschrieben.
Ist Hyaluron in Cremes genauso wirksam wie Kapseln?
Cremes können die Haut äußerlich glätten und hydratisieren. Die orale Einnahme (z. B. Kapseln) wirkt dagegen eher „von innen“ und wird in Studien besonders häufig untersucht.
Welche Hyaluronsäure ist die beste?
Ich achte vor allem darauf, dass die Hyaluronsäure fermentativ hergestellt wurde, weil sie dadurch in der Regel besonders rein und gut verträglich ist.
Hinweis:
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Erkrankungen oder Unsicherheiten bitte ärztlichen Rat einholen.
Fazit:
Hyaluron wirkt nicht nur gegen trockene Haut und Falten, sondern unterstützt das Hautbild von innen heraus. Es verbessert die Hautfeuchtigkeit, Elastizität und Spannkraft und kann das Erscheinungsbild von Falten sichtbar reduzieren.
Aufgrund seiner guten Verträglichkeit empfinde ich Hyaluron als eine sanfte Alternative zu invasiven Methoden wie „Botox“. Und ganz nebenbei hoffe ich, dass es auch meine Gelenke von innen heraus unterstützt.